Mittwoch, 28. Dezember 2011

Versponnenes und Verstricktes



Aus einem Kammzug von Melinoliesl hab ich zwei Schals gemacht und ich finde es immer noch sehr schwer, vorher zu wissen, wie es nachher verarbeitet aussehen wird. Aus demselben Garn zwei sehr unterschiedliche Farbwirkungen:


Oben ein Halswärmer (finde ich schöner) , wechselweise glatt rechts und glatt links gestrickt und rechts unten ein kleiner Möbius mit Lochmuster, der gefällt mir nicht so gut, weil sich die Farben zu sehr vermischen.

Genähtes für Weihnachten



Da hab ich doch nach langer zeit mal wieder die Nähmaschine in Betrieb gesetzt und ein paar Weihnachtsgeschenke genäht:


Donnerstag, 15. Dezember 2011

Zuwachs bei den Wollspendern

Letztes Wochenende haben wir zwei neue Schafe geholt: Lilly und Lissy. Sie sind Mischlinge mit Gotlandpelzschaf in den Vorfahren und das sieht man - ein monstermäßiger Wollberg jetzt schon und der Winter kommt ja erst noch. Eigentlich müsste man sie jetzt scheren - was für eine Spinnwolle!!!! Aber dann würden sie frieren :-(




Wir möchten uns bei Regina bedanken, dass sie uns die beiden Ladies anvertraut hat. Die beiden sind jetzt schon so zutraulich, dass ich beinah kein Foto machen konnte, weil sie ihre Nase immer in die Kamera gesteckt haben.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Pflanzenfärben

Nun hab ich noch was Neues entdeckt..... wir haben so viele Ligusterbeeren (ja, ja - wenn man die Hecke nicht feinsäuberlich schneidet) und ich hatte im Forum gelesen, dass man damit färben kann. So hab ich das ausprobiert und das ist rausgekommen:


In Wirklichkeit ist das nicht so grau, sondern eher gletscherblaugrün. Also von der lilablauen Farbflotte von den Beeren ist nicht so viel übrig geblieben, aber die Farben sind dennoch sehr schön.
Von links nach rechts: Ligusterbeeren + Alaun + Eisensulfat 1. Auszug Merino, 2. Auszug Sockenwolle, 3. Auszug Coburger Fuchs - rechts oben: Ligusterbeeren und Alaun 2. Auszug Coburger Fuchs und die Sockenwolle rechts unten 1. Auszug.


Und hier hab ich in den letzten Tagen noch die "Silky Dreams" von Melinoliesl versponnen und verzwirnt mit einer Merino-Seiden-Mischung. Das ist ein schönes Garn geworden und wird zu einem kuschligen Möbius werden (ganz für mich alleine :-))))

Dienstag, 27. September 2011

Schals und Tücher III - aufgemotzte Hitchhiker


Jetzt ist auch der "Beaded Möbius" mit dem Zipfel fertig geworden und die farblich passende Schließe macht das Teil wirklich zu einem Hingucker...



Ich war im Woll-Laden wegen der Quaste am Möbius. Und habe was ganz anderes gefunden. Die Schmucksteine (je 1.- €) lassen sich perfekt als Schmuckschließen für die Tücher verwenden und bieten erstaunlich viele Varianten an... Was für ein herrliches Schnäppchen!

Mittwoch, 7. September 2011

Schals und Tücher II




Zwei weitere Hitchhiker sind in den Ferien fertig geworden. Der oben ist aus einem Lace Ball, den ich vor dem Stricken navajoverzwirnt habe. Der Schal unten ist aus einem Crazy Zauberball (100g) gestrickt und es reichte für 36 Zacken.


Noch einer - vorläufig mal der letzte: Wird verschenkt... aus 100 g Admiral Tausendschön gestrickt. Statt je 5 habe ich immer 6 Maschen abgenommen, dadurch wurde er etwas schmaler, aber die Zacken sind deutlicher. Gefällt mir besser...


Samstag, 20. August 2011

Schals und Tücher



Damit aus der versponnenen Wolle einerseits und den gesammelten Wollvorräten gekaufter Wolle andererseits auch mal was "wird", habe ich angefangen Tücher zu stricken. Immer nur Socken sind ja auch langweilig.
Endlich kapiert habe ich das Möbiusprinzip - super einfach und mit Suchtfaktor :-) (Bilder folgen) und heute nach etwa einer Woche Arbeit fertig geworden: The Hitchhiker aus Opal-Hundertwasser-Sockenwolle.


Freitag, 17. Juni 2011

Cheviotwolle


oben: Vlies des Cheviotbocks aus Norddeutschland. Vielen Dank dafür!!!

Ich mache bei einem Fasertausch mit und habe mir die Rasse Cheviot ausgesucht, weil unsere eigenen Rassen bereits vergeben waren. Gekämmte Wolle habe ich beim Wollschaf bestellt, aber die Rohwolle war ein Abenteuer. Über das Schafforum habe ich den Besitzer eines Cheviotbocks gefunden, der mir versprochen hat, die geschorene Wolle bis Ende Mai/Anfang Juni zu schicken..... das verzögerte sich nun etwas, aber seit Dienstag ist die Wolle da und ich habe sie auch gleich gewaschen (Wetter war prima und Mamas Wäscheschleuder ist unglaublich nützlich, da die Wolle darin nicht gefilzt ist und sie dann schnell in der Mittagssonne getrocknet ist).


oben: erstes Einweichebad - da kommt eine braune Brühe raus!
unten: Gewaschene Wolle beim Trocknen


Unten: Wie hell sie geworden ist, sieht man beim Vergleich zwischen der ungewaschenen Rohwolle links und der gewaschenen Wolle rechts.


Die gekaufte Wolle habe ich versponnen und war begeistert: Sie ließ sich sehr leicht spinnen und zu einem dünnen Garn verarbeiten. Ich finde sie trotzdem noch weich, zumindest liegt die Wolle zwischen Merino und unseren Coburgern.

Freitag, 11. März 2011

"Guttenberg"-Rad

Die Spinnradherde hat Zuwachs bekommen: Ein "echtes" Guttenberg-Rad...


Ich habe etwas gewagt und ich glaube, ich habe gewonnen.... bei Ebay gabs ein selbstgebautes Rad. Man wusste nicht, ob funktionstüchtig oder nur Deko. Aber es waren solche hergestellt worden für die Waldorfschule und wurden dort auch besponnen.
Ich habe es zu einem Preis bekommen, bei dem man sagen muss: Wenns nix gewesen wäre, hätte ich zuviel Geld in den Sand gesetzt. Wenn es klappt, dann habe ich so etwas wie ein Ashford-Traditional zu einem Schnäppchenpreis!

Als es kam, war es staubig, aus unbehandeltem Holz (siehe oben) und knarrte und lief seeeeeehr schwer. Also zunächst mal Funktionsteile auseinandergebaut und alles abgeschliffen und dann mit Holzöl behandelt. Schön sieht es jetzt aus!!!! Ein warmer Buchenton. Es war sehr durstig, das Holz!
Dann habe ich alle Teile geschmiert und geölt, die man schmieren kann. Und siehe da - jetzt geht es schon viel leichter.

Nachdem ich etwas mit Bremse und Antriebsriemen herumprobieren musste und mich auch an das Rad gewöhnen musste, stelle ich fest: Es kann spinnen und das nicht mal schlecht.
Anfangs war es etwas zu schnell für mich. Durch das große Antriebsrad läuft es super, wenn es in Gang ist, aber ich kann nicht langsam drauf spinnen. Nachdem ich mit der Hand schneller geworden bin, spinnt es tatsächlich einen dünnen Faden!!!!





Sonntag, 27. Februar 2011

Alte "Ziege"


Ich habe Zuwachs bekommen: Ein altes Spinnrad ist eingezogen. Es ist eine etwa 80 Jahre alte "Ziege" aus Holland. Auf jeden Fall war sie nicht teuer und spinnt schön dünn :-) auch wenn das Treten richtig Arbeit ist auf die Dauer.

Montag, 7. Februar 2011

Eigene Wolle!!!!!!



Letzte Woche kam ein Riesenpaket bei uns an: Ich hatte Vliese unserer Schafe (gesammelt über die letzten Jahre) endlich zum Waschen und Kardieren geschickt, man sagte mir eine Bearbeitungszeit von 6-8 Wochen, aber - oh Wunder - bereits nach zwei Wochen kam sie zurück.... wunderschön im Kardenband gekämmt.
Aber habt ihr eine Vorstellung, wieviel 7 kg ungesponnene Wolle ist? Im Paket die Wolle (hell von den Coburgern und schwarz von den Ouessants), vor dem Karton zum Vergleich 2 x 1 kg Kardenband vom Rhönschaf (gefärbt gekauft) und damit man eine Vorstellung vom Volumen hat, daneben ein Tetrapack Milch.



Heißt im Klartext: Jetzt warten etwa 9 kg Wolle aufs Verspinnen! Nebenbei: Verspinnen lässt sich die Wolle gut. Sie wird nicht ganz gleichmäßig, aber Coburger Wolle scheint mir eh etwas rusikaler zu sein.
Ich denke, man kann sie auch gut zum Filzen verwenden... der Sommer wird nicht langweilig werden :-)

Montag, 31. Januar 2011

Erste selbstgesponnene Wolle wird verstrickt

Gestern abend kamen sie aus der Waschmaschine - das sind jetzt richtige Filzpantoffeln. Gestrickt nach der selben Anleitung wie die vorigen, nur 4 Reihen mehr - man glaubt es kaum, sieht ganz anders aus! Aber so ist es gut, geschlossener und damit wärmer. Wolle: Die erste eigene handgesponnene (!!!!!!) Wolle, die auch verarbeitbar war. Lauflänge in etwa 100 g = 100 m. Filzprobe gemacht und danach ausgerechnet. Ich hatte sie bei 40 ° in der WaMa, werde sie aber nochmal bei 60° waschen, sie sind noch etwas üppig.

Ich denke, da geht gleich das nächste Paar in Produktion!

Samstag, 29. Januar 2011

Strickfilzen


Seit der Umräumaktion im Sommer fehlt einer meiner beiden Filzpuschen :-((( .... ist unauffindbar in irgendeinem Karton auf dem Speicher verschwunden. Daher habe ich Ersatz produziert.
Nach einer anderen Anleitung in Nullkommanix gestrickt und ich finde, sie sehen schicker aus als meine übiche Variante. Die nächsten werde ich allerdings etwas höher stricken.

Auf dem Spinnrad merke ich, wie unterschiedlich Wolle zu verspinnen ist. Mit dem "Space" von Wollknoll komme ich super zurecht und kann einen recht dünnen, gleichmäßigen Faden spinnen. Genau gleiches Vorgehen am selben Tag, selbes Spinnrad, selbe Spule mit dem Eismeerkammzug von Wollknoll: Geht ganz widerwillig, reißt dauernd, dreht sich wieder auf.... macht keinen Spaß!


Und Alisha war verschwunden, bis ich sie im Karton mit Rohwolle entdeckt habe :-)) Alisha liebt die ungewaschene Wolle mit Schaf"g'schmäckle" offensichtlich sehr. Inzwischen habe ich ich ein Schlafkissen aus einem alten Kissenbezug gemacht, gefüllt mit aussortierter Rohwolle - sie findet es sehr bequem.


Samstag, 22. Januar 2011

Fortschritte


Es geht besser und ich habe mich nun an "richtige" Wolle getraut, nicht nur so herumprobiert. Hatte mir in Sassen ein Kilo Regenbogen-Kardenband bestellt, damit komme ich gut zurecht. Es ist lockerer als ein Kammzug, aber geordneter als ein Vlies. Unten sieht man das erste Ergebnis. Ich habe immer noch stellenweise zuviel Drall drauf, es ist schwer, das richtige Maß zu finden. Zu wenig Drall bei dünnem Garn: reißt leicht. Zuviel Drall: Es verzwirbelt sich. Aber ich habe gelesen, anfangs ist es besser, zuviel als zu wenig Drall zu haben.


... und dann waren wir unterwegs und ganz in der Nähe von "Wollknoll" in Oberrot. Fabrikverkauf.... und ich im Farbenrausch. Nachdem ich mich dann mal zwischen Kartons und Regalen zurechtgefunden hatte, MUSSTE ich was mitnehmen. Einmal ein dunkelblaues Vlies mit kleinen Pünktchen - das soll Wolle werden zum Strickfilzen von Pantoffeln. Und das Eismeerblau wollte mit - keine Ahnung, vielleicht wirds ein Pullover mit Sommerfeeling?



Aber der wirkliche Farbenrausch kam mit den Kartons voller "Space" (unten). Das will ich jetzt als nächstes versuchen, wie ich das verspinnen kann. Leider kam mir erst zu Hause die Erkenntnis, dass ich erst die zweite Spule Regenbogen vollspinnen muss und dann beides verzwirnen, denn ich habe nur drei Spulen und die sind damit belegt. Wirklich ärgerlich ist, dass Wollknoll Louetspulen führt und ich einfach nur etwas mehr hätte denken und gleich zwei weitere Spulen mitnehmen müssen.....


Sonntag, 16. Januar 2011

Spinnen Fortsetzung



Habe gestern Wolle vom Coburger Fuchsschaf versponnen (nicht von unseren eigenen), das ging nun auch recht gut. Allerdings frage ich mich, wie es mit der Dicke/Dünne des Garns ist. Schaut man andere Bilder von "Profis" an, loben alle die dünnen Fäden. Aber ich will doch gar keine so dünne Wolle verstricken..... Ich denke, auch das wird noch ein Ausprobieren und ist vor allem abhängig davon, was ich nachher daraus machen möchte.

Unten: Erst gezwirnt......


und dann gehaspelt.


Jaaa, ich habe mir gleich gedacht, dass es keine so gute Idee ist, wenn ich die Wolle in dem Zimmer sortiere, in dem auch Alisha zu Hause ist..... Eine Stunde weg - und Alisha machte sich ihr Bett in der Coburger Wolle!

Samstag, 15. Januar 2011

Ich glaub, ich spinn!

Oh je, ein neuer Virus hat mich erwischt! Ich spinne!

Ich weiß, ich weiß - für Profis sieht das schrecklich aus. Aber das oben sind meine ersten Ergebnisse auf dem Spinnrad und sind nur Versuche mit unterschiedlicher Wolle. Ich wollte wissen, mit welcher Art von ungesponnener Wolle ich am besten klarkomme. Das ist eindeutig ein Vlies vom Bergschaf, mit dem konnte ich sofort einen dünnen, gleichmäßigen, haltbaren Faden spinnen. Schwierigkeiten hatte ich mit der Filzwolle im Band, und zwar beim Ausziehen. Sie haftete zu fest zusammen und beim Ziehen ist sie gerissen.

Unten ist das allererste Ergebnis auf der Handspindel und darauf bin ich mächtig stolz, denn das ist Wolle von Stefan und Rosa :-))) Ich habe ungewaschene Rohwolle (jaaa, davon haben wir kiloweise und mehrere Kissenbezüge voll) auf der Handspindel versponnen und dann verzwirnt. Ein Verfahren, das zur Entschleunigung im Leben beiträgt *grins*. Nach dem Zwirnen habe ich den Strang dann gewaschen. Das geht viel leichter als die Rohwolle zu waschen! Von 20 g Rohwolle blieben 18 g Garn. Also 10 % Fett und Schmutz raus. Da ich das schöne Spinnrad nicht mit Fett und Dreck verunstalten will, werde ich vorerst mit der Rohwolle bei der Handspindel bleiben. Es kommt ja nicht auf die Zeit an!

Nur - mein Arbeitszimmer riecht jetzt etwas nach Schaf :-(

Gleichzeitig werde ich experimentieren und einen Teil der Wolle zum Waschen weggeben. Denn eines weiß ich nach mehreren Versuchen genau: Selbst waschen im Hof werde ich nicht, das ist mir zu aufwendig und auch sehr fehleranfällig.