Freitag, 11. März 2011

"Guttenberg"-Rad

Die Spinnradherde hat Zuwachs bekommen: Ein "echtes" Guttenberg-Rad...


Ich habe etwas gewagt und ich glaube, ich habe gewonnen.... bei Ebay gabs ein selbstgebautes Rad. Man wusste nicht, ob funktionstüchtig oder nur Deko. Aber es waren solche hergestellt worden für die Waldorfschule und wurden dort auch besponnen.
Ich habe es zu einem Preis bekommen, bei dem man sagen muss: Wenns nix gewesen wäre, hätte ich zuviel Geld in den Sand gesetzt. Wenn es klappt, dann habe ich so etwas wie ein Ashford-Traditional zu einem Schnäppchenpreis!

Als es kam, war es staubig, aus unbehandeltem Holz (siehe oben) und knarrte und lief seeeeeehr schwer. Also zunächst mal Funktionsteile auseinandergebaut und alles abgeschliffen und dann mit Holzöl behandelt. Schön sieht es jetzt aus!!!! Ein warmer Buchenton. Es war sehr durstig, das Holz!
Dann habe ich alle Teile geschmiert und geölt, die man schmieren kann. Und siehe da - jetzt geht es schon viel leichter.

Nachdem ich etwas mit Bremse und Antriebsriemen herumprobieren musste und mich auch an das Rad gewöhnen musste, stelle ich fest: Es kann spinnen und das nicht mal schlecht.
Anfangs war es etwas zu schnell für mich. Durch das große Antriebsrad läuft es super, wenn es in Gang ist, aber ich kann nicht langsam drauf spinnen. Nachdem ich mit der Hand schneller geworden bin, spinnt es tatsächlich einen dünnen Faden!!!!